Arbeitsfelder
| Kindergarten |
"Eltern hinterlassen ihren Kindern kein wertvolleres Erbe als eine gute Erziehung und einen schönen Charakter"(Prophet Muhammad)
Nutzen Sie unsere Fortbildungsangebote!Wir kommen in Ihre Einrichtung und bilden durch eine Fortbildung nach Ihren individuellen Wünschen Ihr Personal fort. Sie erhalten Informationen über den Islam und die Muslime, können Ihre konkreten Fragen stellen und erhalten Einblick in interkulturelle Arbeitsmaterialien, die für Ihren Berufszweig geeignet sind. Wir helfen Ihnen dadurch bei der Förderung interkultureller Bildung. Unser allgemeines Angebot führt ein in die Themen "Symbole", "Geschichten" und "Feste" im interkulturellen Kontext. Muslimische Kinder im KindergartenZu den wichtigsten Lernorten in unserer Gesellschaft zählen ohne Zweifel auch die Kindergärten. Während es in traditionellen Familienstrukturen üblich ist, das in der Regel die Mütter ganz für die Erziehung der Kinder verantwortlich sind, begegnet man in Industriegesellschaften eher berufstätigen Müttern. Somit bleibt auch vielen muslimischen Müttern in Deutschland oft keine andere Wahl, als die Kinder im Kindergarten anzumelden oder zu einer Tagesmutter zu bringen. Gelegentlich – aber immer seltener – kommt es auch vor, dass Familienmitglieder (Großeltern, Tanten etc.) für die Kinder sorgen, während die Eltern arbeiten. Somit begegnen auch muslimische Kinder auf ihrem Bildungsweg den Kindergärten, in denen der erste ernste und intensive Kontakt zur ihrem nicht-islamischen Umfeld stattfindet. ProblemfelderDer Besuch eines Kindergartens ist für muslimische Familien manchmal mit spezifischen Problemen verbunden. Zu den häufigsten Problemfeldern können unterschiedliche Erziehungsvorstellungen gehören und die Vorstellungen über die richtige Ernährung sowie alltägliche Fragen, die kulturell bedingt sind (wie z.B. das Feiern von Fasching, Helloween, Weihnachten oder Ostern). KindergärtenDie Kindergärten können unterschieden werden in kirchliche (z.B. katholische oder evangelische) Einrichtungen sowie in staatliche oder private Kindergärten. Diese Kindergärten müssen wiederum darin unterschieden werden, dass nicht alle christlichen, staatlichen oder privaten Kindergärten untereinander gleich sind. Islamische Kindergärten, die in letzter Zeit zunehmen, gewinnen zwar immer mehr an Bedeutung, die wenigen Einrichtungen können aber niemals den tatsächlichen Bedarf muslimischer Familien decken. Zu den wichtigsten Faktoren bei der Wahl eines Kindergartens spielt oft die Nähe zum Wohnort.
Empfehlung zur Bewältigung von ErnährungsfragenDie wichtigste Voraussetzung für den konstruktiven Umgang mit Problemfeldern oder Konflikten ist, sie erst einmal zu erkennen. Wenn sie jedoch erkannt werden, müssen Eltern wie ErzieherInnen lernen, aufeinander zuzugehen, die Sorgen des Anderen ernst zu nehmen und nach Kompromissen zu suchen. Z.B. kann auf Wunsch der Eltern verhindert werden, dass muslimische Kinder Schweinefleisch essen, obwohl dies immer weniger zu einem Problem wird, da viele Kindergärten ihre Speisekarten umgestellt haben und es sogar Kindergärten gibt, die nur vegetarisches Essen anbieten. Es gibt aber durchaus noch Kindergärten, in denen auch muslimischen Kindern Schweinefleisch zu essen gegeben wird, da einerseits die Kontrolle der Eltern fehlt und andererseits diese Kindergärten wegen z.B. zwei muslimischen Kindern, ihre Speisekarten nicht umstellen wollen. Den Muslimen ist nicht geholfen, wenn zwar kein Schweinefleisch, dafür aber Rind- oder Lammfleisch oder Geflügel angeboten wird, denn Muslime dürfen auch andere Fleischgerichte nicht essen, sofern die Tiere nicht gemäß den islamischen Riten geschlachtet wurden. Nun wäre es für jeden Kindergarten eine hohe Herausforderung, Extrawünschen entgegen zu kommen. Es ist sowieso für Kinder im Kindergartenalter schwierig nachzuvollziehen, warum die einen etwas essen dürfen, was die anderen nicht dürfen. Schwierig wäre es auch, allen anderen, außer den muslimischen Kindern, Fleischgerichte vorzulegen und den muslimischen Kindern zu sagen: „Ihr dürft das nicht. essen,“ Auf der anderen Seite wird natürlicherweise Verständnis für Allergiker gezeigt, wenn sie bestimmte Gerichte nicht essen dürfen. Die beste Lösung wäre ein rein vegetarischer Kindergarten oder – zumindest für muslimische Eltern – ein muslimischer Kindergarten, der nur islamisch geschlachtetes Fleisch besorgt. Natürlich könnten auch andere Kindergarten ihr Fleisch von muslimischen Schlachtereien besorgen, sofern sie dies nicht als Anmaßung empfinden. |
